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SYSTEMD-STORAGE-FS@.SERVICE(8) systemd-storage-fs@.service SYSTEMD-STORAGE-FS@.SERVICE(8)

BEZEICHNUNG

systemd-storage-fs@.service, systemd-storage-fs.socket, systemd-storage-fs - Speicheranbieter, der reguläre Dateien und Verzeichnisse als Speicherdatenträger offenlegt

ÜBERSICHT

systemd-storage-fs@.service

systemd-storage-fs.socket

BESCHREIBUNG

systemd-storage-fs@.service ist ein Dienst, der die Varlink[1]-Schnittstelle io.systemd.StorageProvider implementiert und reguläre Dateien und Verzeichnisse in /var/lib/storage/*.volume (bei Betrieb im Systemmodus) oder $XDG_STATE_HOME/storage (beim Betrieb im Benutzermodus) als Speicherdatenträger offenlegt. Erlangte Datenträger werden dem Aufrufenden als Dateideskriptoren zurückgeliefert. Anders als systemd-storage-block@.service(8) unterstützt diese Implementierung auch die bedarfsgesteuerte Erstellung neuer Datenträger aus einer kleinen Gruppe eingebauter Vorlagen.

Der Dienst wird mittels systemd-storage-fs.socket Socket-aktiviert. Im Systemmodus wartet er auf dem AF_UNIX-Socket /run/systemd/io.systemd.StorageProvider/fs, im Benutzermodus auf $XDG_RUNTIME_DIR/systemd/io.systemd.StorageProvider/fs. Lesen Sie storagectl(1) für ein Aufzählungswerkzeug.

Lesen Sie auch systemd-storage-block@.service(8) für eine ergänzende Implementierung, die lokale Blockgeräte als Speicherdatenträger offenlegt.

DATENTRÄGER

Datenträger werden unterhalb des Speicherverzeichnisses gespeichert:

•/var/lib/storage/ beim Betrieb im Systemmodus.

•$XDG_STATE_HOME/storage/ (typischerweise ~/.local/state/storage/) beim Betrieb im Benutzermodus.

Jeder Datenträger wird auf der Platte als Verzeichniseintrag mit einer Endung .volume im Speicherverzeichnis gespeichert. Einträge, die reguläre Dateien sind, werden als Datenträger vom Typ reg offengelegt; Einträge, die Verzeichnisse sind, werden als Datenträger vom Typ dir offengelegt. Desweiteren können Blockgeräteknoten Symlinks (oder Bind-Einhängungen) auf ein Verzeichnis sein, die dann als Datenträger vom Typ blk offengelegt werden.

Für Verzeichnis-Datenträger wird die an Clients übergebene Wurzel in einem Unterverzeichnis root/ von NAME.volume directory abgelegt. Ersteres (und alle darunter befindliche Inodes) müssen dem fremden UID-Bereich gehören, Letzteres der Wurzel des Hauptrechners.

Beim Erlangen eines Datenträgers wird Symlinks gefolgt.

Einem Administrator ist es erlaubt, die Datenträger-Hierarachie direkt frei zu manipulieren, solange den oben beschriebenen Regeln gefolgt wird. Insbesondere ist es erlaubt, beliebige externe Ressourcen (unabhängig davon, ob sie ein Verzeichnis, eine reguläre Datei oder ein Block sind) zu kopieren, einzuhängen oder Symlinks in das Datenträgerverzeichnis anzulegen, so dass sie als zusätzliche Datenträger offengelegt werden.

VORLAGEN

Der Anbieter unterstützt das automatische Erstellen neuer Datenträger wenn sie erlangt werden. Der Aufrufende kann eine Vorlage auswählen, die die Konfigurationsdetails des zu erstellenden Datenträgers bestimmt. Die folgenden eingebauten Vorlagen sind verfügbar:

sparse-file

Erstellt einen Datenträger, dem eine dünn belegte reguläre Datei hinterlegt ist. Das ist die Standardvorlage beim Erstellen eines regulären Dateidatenträgers. (Datenträgertyp ist »reg«.)

Hinzugefügt in Version 261.

allocated-file

Erstellt einen Datenträger, dem eine vollständig reservierte reguläre Datei hinterlegt ist. (Datenträgertyp ist »reg«.)

Hinzugefügt in Version 261.

directory

Erstellt einen Datenträger, dem ein reguläres Verzeichnis hinterlegt ist. (Datenträgertyp ist »dir«.)

Hinzugefügt in Version 261.

subvolume

Erstellt einen Btrfs-Teildatenträger als zugrundeliegenden Inode (mit Rückfall auf ein reguläres Verzeichnis, falls das Speicherverzeichnis kein Btrfs ist). Dies ist die Standardvorlage beim Erstellen eines Verzeichnisdatenträgers. (Datenträgertyp ist »dir«.)

Hinzugefügt in Version 261.

OPTIONEN

Die folgenden Befehlszeilenparameteroptionen werden ausgewertet:

--system

Agiert im Systemmodus. Datenträger werden unterhalb von /var/lib/storage/ gespeichert. Dies ist die Vorgabe beim Aufruf von systemd-storage-fs@.service im Systemverwalter.

Hinzugefügt in Version 261.

--user

Operate in user mode. Volumes are stored below $XDG_STATE_HOME/storage/. This is the default when invoked from systemd-storage-fs@.service in the user manager.

Hinzugefügt in Version 261.

-h, --help

Zeigt einen kurzen Hilfetext an und beendet das Programm.

--version

Zeigt eine kurze Versionszeichenkette an und beendet das Programm.

DATEIEN

/var/lib/storage/, $XDG_STATE_HOME/storage/

The storage directory used to back the system mode and user mode service instances respectively. Each volume is stored as an entry with a .volume suffix below this directory.

Hinzugefügt in Version 261.

/run/systemd/io.systemd.StorageProvider/fs, $XDG_RUNTIME_DIR/systemd/io.systemd.StorageProvider/fs

AF_UNIX sockets the service listens on, in system and user mode respectively. These are the canonical locations for the "fs" storage provider, and are enumerated by storagectl providers.

Hinzugefügt in Version 261.

SIEHE AUCH

systemd(1), storagectl(1), systemd-storage-block@.service(8)

ANMERKUNGEN

1.
Varlink

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

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systemd 261~rc3