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SYSTEMD.MSTACK(7) systemd.mstack SYSTEMD.MSTACK(7)

BEZEICHNUNG

systemd.mstack - Einhängestapel in selbstbeschreibenden Verzeichnissen

BESCHREIBUNG

Verzeichnisse mit der Endung ».mstack/« können Einhängestapel für die Zusammensetzung von Betriebssystem-Einhängehierarchiene basierend auf Bind- und Overlay-Einhängungen für den Einsatz mit dem Schalter --mstack= von systemd-nspawn(1) oder den Einstellungen RootMStack= des Diensteverwalters kodieren. ».mstack/«-Verzeichnisse können verschiedene Dateien und Unterverzeichnisse enthalten, wobei jede eine Schicht einer »overlayfs«-Einhängung oder Bind-Einhängung betreffen wird. Der Name der Datei oder des Unterverzeichnisses zeigt an, wie es in der Einhängehierarchie verwandt werden soll. Insbesondere die folgenden Namen sind definiert:

1.Ein Verzeichnis layer@id/ wird in eine Schicht einer Overlayfs-Einhängung umgewandelt. Der Kennzeichner »id« wird zur Bestimmung der Reihenfolge der Schichten verwandt: Es erfolgt eine Versionssortierung, wobei der erste Eintrag die unterste Schicht in dem »Oerlayfs«-Stapel darstellt und der letzte Eintrag zu der höchsten Schicht in dem »Overlayfs«-Stapel wird (genauer gesagt: höchstes »lowerdir«).

2.Entsprechend wird eine normale Datei layer@id.raw als ein DDI eingehängt und die daraus entstehende Einhängung wird in eine Overlayfs-Schicht umgewandelt, wobei den gleichen Sortierregeln gefolgt wird.

3.Ein schreibbares Verzeichnis wird in eine beschreibbare Schicht ganz oben in dem »Overlayfs«-Stapel umgewandelt. Ein Unterverzeichnis data wird das »upperdir« werden, ein Unterverzeichnis work wird das »workdir« werden. Beachten Sie, dass diese zwei Unterverzeichnisse nicht explizit erzeugt werden müssen, falls sie fehlen, werden sie bei der ersten Verwendung automatisch erstellt.

4.Ein Verzeichnis bind@location/ wird auf den durch den Kennzeichner location angegebenen Einhängepunkt beschreibbar bind-eingehängt. Der Ort wird mittels der gleichen Maskierlogik kodiert, wie sie auch für die Units ».mount« verwandt wird, d.h. Schrägstriche werden Minuszeichen.

5.Entsprechend wird eine Datei bind@location.raw als eine DDI eingehängt und die entstehende Einhängung an dem festgelegten Ort bind-eingehängt.

6.Ein robind@location/ wird sehr ähnlich wie bind@location/ behandelt, aber die entstehende Bind-Einhängung ist schreibgeschützt.

7.Entsprechend erstellt robind@location.raw eine schreibgeschützte Bind-Einhängung aus einem DDI.

8.Falls ein Unterverzeichnis root/ existiert, wird es als Wurzel der entstehenden Einhängehierarchie verwandt und nur der usr/-Unterbaum der Overlayfs-Einhängung wird an usr/ in der Hierarchie angebunden.

Beachten Sie, dass jeder der obigen Eintragstypen ein symbolischer Link sein kann, der auf ein Verzeichnis oder eine Abbilddatei zeigt, statt direkt ein Verzeichnis oder eine Abbilddatei zu sein.

Bei jeder aufgeführten Datei oder Unterverzeichnistyp kann die systemd.v(7)-Funktionalität zur automatischen Auswahl von versionierten Ressourcen verwandt werden.

Verwenden Sie das Werkzeug systemd-mstack(1), um .mstack/-Verzeichnisse auf der Befehlszeile zu verarbeiten oder einzuhängen.

BEISPIELE

Der nachfolgende .mstack/ besteht aus zwei schreibgeschützten Overlayfs-Schichten als DDI, sowie einem beschreibbaren Verzeichnis ganz oben. Die schreibgeschützten Schichten sind Symlinks:

1.foobar.mstack/layer@0.raw → ../base.raw

2.foobar.mstack/layer@1.raw → ../app.raw

3.foobar.mstack/rw/

Das nachfolgende .mstack/ besteht aus einem schreibgeschütztem DDI, das auf »/usr/« eingehängt ist, und einer beschreibbaren Wurzel:

1.waldo.mstack/layer@0.raw → ../vendor.raw

2.waldo.mstack/root/

The following .mstack/ consists of a read-only DDI mounted as root, but a writable /var/ mounted on top:

1.quux.mstack/layer@0.raw → ../myapp1.raw

2.quux.mstack/bind:var → ../myapp1-var/

SIEHE AUCH

systemd(1), systemd-mstack(1), systemd-nspawn(1), systemd.exec(5), systemd.v(7), systemd-vpick(1)

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

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