OPTIONEN¶
Überschüssige Argumente werden als
zusätzliche Kernelbefehlszeilenargumente mittels SMBIOS
weitergegeben.
Die folgenden Optionen werden verstanden:
-q, --quiet
Schaltet jegliche Statusausgabe durch das Werkzeug selbst
ab. Wenn dieser Schalter verwandt wird, wird die einzige Konsolenausgabe die
des Betriebssystems der virtuellen Maschine selbst sein.
Hinzugefügt in Version 256.
--system, --user
Legt fest, ob mit dem Benutzerverwalter oder dem
Systemverwalter interagiert werden soll und ob mit der Benutzerinstanz oder
der Systeminstanz von Machined registriert werden soll. Falls nicht angegeben,
wird der Systemverwalter und dessen Machined-Instanz bei der Ausführung
als Root, andernfalls der Benutzerverwalter und dessen Machined-Instanz
verwandt.
Hinzugefügt in Version 260.
Abbildoptionen¶
-D, --directory=
Verzeichnis, das als Wurzel für die virtuelle
Maschine verwandt werden soll.
Es muss entweder --directory= oder --image=
angegeben werden. Falls keines angegeben ist, wird --directory=.
angenommen.
Hinweis: Falls Sie ein Verzeichnis einhängen, das einem
anderen Benutzer (nicht root) gehört, könnte die Option
--private-users= notwendig sein, um in den Subuid-Namensraum des
Benutzer abzubilden. Später folgt ein Beispiel, wie
/etc/subuid dafür verwandt werden kann.
Hinzugefügt in Version 256.
-i, --image=
Wurzeldateisystem-Plattenabbild (oder
Geräteknoten) für die virtuelle Maschine.
Hinzugefügt in Version 255.
--image-format=FORMAT
Legt das Format des Plattenabbildes fest, das an
--image= übergeben wird. Akzeptiert entweder »raw«
oder »qcow2«. Standardmäßig »raw«.
Beachten Sie, dass »qcow2« nur für reguläre
Dateien unterstützt wird, nicht für Blockgeräte.
Hinzugefügt in Version 260.
-x, --ephemeral
Falls nicht angegeben, wird die VM mit einem
temporären Schnappschuss von seinem Dateisystem ausgeführt, das
sofort entfernt wird, wenn sich die VM beendet. Funktoniert aktuell nur mit
--image=. Beachten Sie, dass
--ephemeral nicht mit
--extra-drive= funktioniert.
Hinzugefügt in Version 260.
Rechnerkonfiguration¶
--cpus=CPUS
Die Anzahl der CPUs, mit der die virtuelle Maschine
gestartet werden soll. Standardmäßig 1.
Hinzugefügt in Version 255.
--ram=BYTE
Die Speichermenge, mit der die virtuelle Maschine
gestartet werden soll. Standardmäßig 2GB.
Hinzugefügt in Version 255.
--kvm=LOGISCH
Steuert, ob KVM-Beschleunigung aktiviert wird. Falls
nicht angegeben oder auf
auto gesetzt, wird die Unterstützung
für KVM automatisch erkannt. Falls true, wird auf KVM bestanden. Falls
false, wird KVM deaktiviert.
Hinzugefügt in Version 255.
--vsock=LOGISCH
Steuert, ob ein VSOCK-Socket für Gäste
reserviert wird. Falls nicht angegeben oder auf
auto gesetzt, wird die
Unterstützung für VSOCK-Vernetzung automatisch erkannt. Falls
true, wird auf VSOCK bestanden. Falls false, wird VSOCK-Vernetzung
deaktiviert.
Hinzugefügt in Version 255.
--vsock-cid=CID
Setzt die angegebene CID für die Verwendung durch
den Gast. Gültige CIDs sind im Bereich
3 bis
4294967294
(
0xFFFF_FFFE). CIDs außerhalb dieses Bereichs sind reserviert.
Standardmäßig wird Vmspawn versuchen, eine CID für den
Gast abgeleitet vom Maschinennamen abzuleiten, und fällt auf eine
zufällig CID zurück, falls diese CID bereits genommen wurde.
Hinzugefügt in Version 255.
--tpm=LOGISCH
Steuert, ob ein TPM-Gerät für Gäste
mittels
swtpm(8) bereitgestellt wird. Falls nicht angegeben oder auf
auto gesetzt, wird Vmspawn die Existenz des Swtpm-Programms automatisch
erkennen. Falls yes, wird auf die Swtpm-Unterstützung bestanden. Falls
no, wird der TPM deaktiviert.
Hinzugefügt in Version 256.
--tpm-state=PFAD|auto|off
Konfiguriert, wo der TPM-Zustand abgelegt werden soll,
falls TPM-Unterstützung aktiviert ist (siehe
--tpm= weiter
oben). Dies akzeptiert einen absoluten Dateisystempfad zu einem Verzeichnis,
in dem der Zustand dauerhaft abgelegt werden soll. Falls das Verzeichnis nicht
existiert, wird es nach Bedarf erzeugt. Falls auf die besondere Zeichenkette
»auto« gesetzt, wird ein dauerhafter Pfad automatisch von dem
VM-Abbildpfad oder -Verzeichnispfad abgeleitet, wobei die Endung
».tpmstate« angehängt wird. Falls auf die besondere
Zeichenkette »off« gesetzt, wird der VM-Zustand nur
vorübergehend beibehalten und verworfen, wenn die VM heruntergefahren
wird. Dieser Modus ist nicht für VMs geeignet, die
Plattenverschlüsselung an TPMs koppeln, da diese Schlüssel bei
jedem Neustart verloren gehen. Standardmäßig
»auto«.
Falls --ephemeral angegeben wird, verhält sich
»auto« wie »off«.
Hinzugefügt in Version 258.
--linux=PFAD
Setzt das für direkten Kernelsystemstart zu
verwendende Kernelabbild. Falls ein verzeichnisartiges Abbild verwandt wird
und
--linux= nicht angegeben wurde, wird Vmspawn nach
Systemstartladereinträgen entsprechend der
UAPI.1-Systemstartladerspezifikation[1] unter der Annahme, dass sich
XBOOTLDR unter /boot bzw. ESP unter /efi befindet, suchen. Falls im Abbild
kein Kernel installiert wurde, dann wird der Systemstart des Abbilds
fehlschlagen.
Hinzugefügt in Version 256.
--initrd=PFAD
Setzt eine für den direkten Kernelsystemstart zu
verwendende Initrd. Falls das angegebene
--linux= ein Typ-#2-Eintrag
gemäß der
UAPI.1-Systemstartladerspezifikation[1] ist,
dann wird dieses Argument nicht benötigt. Falls im Abbild keine Initrd
installiert wurde, dann wird der Systemstart des Abbilds fehlschlagen.
--initrd= kann mehrfach angegeben werden und Vmspawn wird
sie zusammenführen.
Hinzugefügt in Version 256.
-n, --network-tap
Erstellt ein TAP-Gerät für die Vernetzung
mit der virtuellen Maschine.
Beachten Sie: Für die Verwendung von TAP-Vernetzung werden
Root-Rechte benötigt. Zusätzlich muss
systemd-networkd(8) laufen und auf dem Hauptrechner korrekt
eingerichtet sein, um die Schnittstelle bereitzustellen. Die relevante
».network«-Datei kann unter
/usr/lib/systemd/network/80-vm-vt.network gefunden werden.
Hinzugefügt in Version 255.
--network-user-mode
Benutzermodus-Vernetzung verwenden.
Hinzugefügt in Version 255.
--firmware=PFAD
Akzeptiert einen absoluten Pfad oder einen relativen
Pfad, der mit ./. beginnt. Legt eine JSON-Firmware-Definitionsdatei fest, die
die Auswahl der Firmware ermöglicht, mit der in die VM gestartet wird.
Falls nicht angegeben, wird eine geeignete Firmware automatisch erkannt. Falls
die besondere Zeichenkette »list« angegeben ist, werden alle
erkannten Firmwaren aufgelistet.
Hinzugefügt in Version 256.
--discard-disk=LOGISCH
Steuert, ob Qemu-Prozesse Anfragen von der VM verwerfen.
Dies verhindert, dass langlaufende VMs mehr Plattenplatz als benötigt
verwenden. Dies ist standardmäßig aktiviert.
Hinzugefügt in Version 256.
--secure-boot=LOGISCH
Konfiguriert, ob nach Firmware gesucht werden soll, die
sicheren Systemstart unterstützt.
Falls diese Option nicht angegeben oder auf auto gesetzt
ist, wird die erste erkannte Firmware verwandt. Falls diese Option auf
»yes« gesetzt ist, dann wird die erste Firmware mit
Unterstützung für sicheren Systemstart ausgewählt.
Falls »no« angegeben ist, dann wird die erste Firmware ohne
sicheren Systemstart ausgewählt.
Hinzugefügt in Version 255.
--grow-image=BYTE, -G BYTE
Vergrößert das durch
--image=
angegebene Abbild auf die angegebene Größe in Byte, falls es
kleiner ist. Es wird keine Aktion durchgeführt, falls keine Abbilddatei
verwandt wird oder die Datei bereits so groß (oder größer
als) angefordert ist. Die angegebene Größe akzeptiert die
normalen Endungen K, M, G (zur Basis 1024). Angegebene Werte werden auf
Vielfaches von 4096 aufgerundet.
Hinzugefügt in Version 258.
--smbios11=ZEICHENKETTE, -s
ZEICHENKETTE
Übergibt die angegebene Zeichenkette als
SMBIOS-Typ-#11-Lieferantenzeichenkette an die VM. Dies ist für die
Parametrisierung der aufgerufenen VM auf verschiedene Arten nützlich.
Weitere Details finden Sie in
smbios-type-11(7).
Hinzugefügt in Version 258.
--notify-ready=
Konfiguriert Unterstützung für
Benachrichtigungen aus dem Init-Prozess der VM an
systemd-vmspawn.
Falls true, wird
systemd-vmspawn erst als bereit betrachten, wenn es
eine Meldung »READY=1« aus dem Init-Prozess in der VM erhalten
hat. Falls false, wird
systemd-vmspawn die Maschine direkt nach der
Erstellung als bereit betrachten. In beiden Fällen sendet
systemd-vmspawn seine eigene Bereitschaftsbenachrichtigung an seinen
Verwalteter, nachdem die erzeugte VM bereit ist. Weitere Details zur
Benachrichtigung finden Sie in
sd_notify(3).
Standardmäßig true. (Beachten Sie, dass dies anders
als die Option mit gleichem Namen in systemd-nspawn(1) ist, deren
Vorgabe false ist.)
Hinzugefügt in Version 258.
Systemidentitätsoptionen¶
-M, --machine=
Setzt den Maschinennamen für diese virtuelle
Maschine. Dieser Name kann zur Identifizierung dieser virtuellen Maschine
während seiner Laufzeit verwandt werden (beispielsweise in Werkzeugen
wie
machinectl(1) und ähnlichen).
Hinzugefügt in Version 255.
--uuid=
Setzt die angegebene UUID für die virtuelle
Maschine. Das Init-System wird /etc/machine-id daraus initialisieren, falls
diese Datei noch nicht gesetzt ist. Beachten Sie, dass diese Option nur
wirksam wird, falls /etc/machine-id in der virtuellen Maschine noch nicht
befüllt ist.
Hinzugefügt in Version 256.
Eigenschaftsoptionen¶
-S, --slice=
Fügt die VM zu der angegebenen Scheibe hinzu,
anstelle von machine.slice. Dies gilt nur, wenn die Maschine in ihrer eigenen
Bereichs-Unit ausgeführt wird, d.h. falls
--keep-unit nicht
verwandt wird.
Hinzugefügt in Version 258.
--property=
Setzt eine Unit-Eigenschaft auf der Bereichs-Unit zur
Registrierung für die Maschine. Dies gilt nur, falls die Maschine in
ihrer eigenen Bereichs-Unit ausgeführt wird, d.h. falls
--keep-unit nicht verwandt wird. Akzeptiert eine Bereichs-Zuweisung in
dem gleichen Format wie
systemctl set-property. Dies ist zum Setzen von
Speicherbegrenzungen und ähnlichem für die VM nützlich.
Hinzugefügt in Version 258.
--register=
Steuert, ob die virtuelle Maschine mit
systemd-machined(8) registriert wird. Akzeptiert ein logisches
Argument, das standardmäßig »yes« ist, wenn die
Ausführung als root erfolgt und »no« bei einem
regulären Benutzer. Dies stellt sicher, dass mit
machinectl(1)
auf die virtuelle Maschine zugegriffen werden kann.
Beachten Sie: Root-Rechte werden für diese Option
benötigt, da das Registrieren mit systemd-machined(8)
privilegierte D-Bus-Methodenaufrufe benötigt.
Hinzugefügt in Version 256.
Benutzer-Namensraum-Optionen¶
--private-users=UID_VERSCHUB[:UID_BEREICH]
Steuert die Benutzer-Namensraumnutzung unter
--directory=. Falls aktiviert, wird
virtiofsd(1) angewiesen, die
Benutzer- und Gruppenkennungen (UIDs und GIDs) abzubilden. Dies bezieht die
Abbildung der in der virtuellen Maschine verwandten privaten UIDs/GIDs ein
(beginnend mit dem Benutzer root 0 und höher in der virtuellen
Maschine) bis zu einem Bereich von UIDs/GIDs auf der Hauptmaschine, die nicht
für andere Zwecke verwandt werden (normalerweise in dem Bereich hinter
der UID/GID 65536 auf der Hauptmaschine).
Falls eine oder zwei, durch Doppelpunkt getrennte Zahlen angegeben
werden, wird Benutzer-Namensraumnutzung eingeschaltet. UID_VERSCHUB
legt die erste auf dem Hauptrechner abzubildende UID/GID fest,
UID_BEREICH ist optional und gibt die Anzahl der auf der
Hauptmaschine an die virtuelle Maschine zuzuweisenden UIDs/GIDs an. Falls
UID_BEREICH ausgelassen wird, werden 65536 UIDs/GIDs zugewiesen.
Wenn Benutzernamensräume verwandt werden, wird der jeder
virtuellen Maschine zugewiesene GID-Bereich so gewählt, dass er immer
identisch zum UID-Bereich ist.
Hinzugefügt in Version 256.
Einhänge-Optionen¶
--bind=PFAD, --bind-ro=PFAD
Hängt ein Verzeichnis von der Hauptmaschine in die
virtuelle Maschine ein. Akzeptiert entweder ein Pfadargument – in
diesem Fall wird der angegebene Pfad von der Hauptmaschine in den gleichen
Pfad in der virtuellen Maschine eingehängt – oder ein
Doppelpunkt-getrenntes Paar an Pfaden – in diesem Fall ist der erste
angegebene Pfad die Quelle in der Hauptmaschine und der zweite Pfad das Ziel
in der virtuellen Maschine. Falls der Quellpfad nicht absolut ist, wird er
relativ zum aktuellen Arbeitsverzeichnis aufgelöst. Die Option
--bind-ro= erstellt schreibgeschützte Bind-Einhängungen.
Rückwärtsschrägstrich-Maskierungen werden interpretiert,
so dass »\:« zum Einbetten von Doppelpunkten in die Pfade
verwandt werden kann. Diese Option kann mehrfach angegeben werden, um mehrere
unabhängige Bind-Einhängepunkte zu erstellen.
Hinzugefügt in Version 256.
--extra-drive=PFAD[:FORMAT]
Akzeptiert ein Plattenabbild oder Blockgerät auf
dem Hauptrechner und stellt es der virtuellen Maschine als weiteres Laufwerk
bereit. Optional kann das Abbildformat durch Anhängen eines
Doppelpunktes und dem Format (»raw« oder »qcow2«)
angegeben werden. Beachten Sie, dass »qcow2« nur für
reguläre Dateien und nicht für Blockgeräte
unterstützt wird.
Hinzugefügt in Version 256.
--bind-user=
Bindet das Home-Verzeichnis des angegebenen Benutzers auf
dem Hauptrechner in die virtuelle Maschine. Akzeptiert den Namen eines
bestehenden Benutzers auf der Hauptmaschine als Argument. Kann mehrfach
verwandt werden, um mehrere Benutzer in die virtuelle Maschine zu binden. Dies
macht zwei Dinge:
1.Das Home-Verzeichnis des Benutzers vom Hauptrechner
wird unter /run/vmhost/home/ mittels Virtiofs verfügbar gemacht. Die
Kennungsübersetzung von Virtiofsd wird zur Abbildung der UID/GID des
Hauptrechners auf die zugewiesenen UID/GID in der virtuellen Maschine
verwandt.
2.Es werden JSON-Benutzer- und -Gruppendatensätze
erstellt, die die abgebildeten Benutzer, die in die virtuelle Maschine mittels
»userdb.transient.*« übergeben werden, beschreiben. Sie
enthalten eine minimierte Darstellung des Benutzerdatensatzes des
Hauptrechners, angepasst auf die UID/GID und den Home-Verzeichnispfad, der dem
Benutzer in der virtuellen Maschine zugewiesen ist. Das Glibc-NSS-Modul
nss-systemd(8) wird diese Datensätze dort aufnehmen und sie in
der Benutzer-/Gruppendatenbank der virtuellen Maschine zur Verfügung
stellen.
Die Kombination der zwei obigen Aktionen stellt sicher, dass es
möglich ist, sich in der virtuellen Maschine mit den gleichen
Kontoinformationen wie auf der Hauptmaschine anzumelden. Der Benutzer wird
nur vorübergehend abgebildet, während die virtuelle Maschine
läuft, und die Abbildung selbst führt zu keiner dauerhaften
Änderungen an der virtuellen Maschine (außer ggf. der bei der
Anmeldung erstellten Protokollmeldungen und ähnlichem). Beachten Sie
insbesondere, dass die UID/GID-Zuweisung in der virtuellen Maschine nicht
dauerhaft ist. Falls der Benutzer vorübergehend abgebildet wird, ist
es am besten, dem Benutzer dauerhafte Änderungen an der virtuellen
Maschine zu verbieten. Falls der Benutzer Dateien oder Verzeichnisse, die
dem Benutzer gehören, hinterlässt und diese UIDs/GIDs
während späterer Aufrufe der virtuellen Maschine wiederbenutzt
werden (möglicherweise mit einer anderen Abbildung
--bind-user=), kann der »neu« Benutzer auf diese
Dateien und Verzeichnisse zugreifen.
Die Benutzer-/Gruppendatensatz-Abbildung funktioniert nur, wenn
die virtuelle Maschine Systemd 258 oder neuer enthält, wobei
nss-systemd(8) geeignet in nsswitch.conf konfiguriert ist. Weitere
Details finden Sie in nss-systemd(8).
Beachten Sie, dass der vom Hauptrechner in die virtuelle Maschine
weitergeleitete Benutzerdatensatz den UNIX-Passwort-Hash des Benutzer
enthält, so dass nahtlose Anmeldungen in der virtuellen Maschine
möglich sind. Falls der virtuellen Maschine weniger als dem
Hauptrechner vertraut wird, ist es daher wichtig, eine starke
UNIX-Passwort-Hash-Funktion zu verwenden (z.B. yescrypt oder
ähnliches, mit dem Hash-Präfix »$y$«).
Hinzugefügt in Version 259.
--bind-user-shell=
Bei der Verwendung mit
--bind-user= wird die
angegebene Shell in die Benutzerdatensätz der in die virtuelle Maschine
eingebundenen Benutzer aufgenommen. Akzeptiert entweder einen logischen Wert
oder einen absoluten Pfad.
•Falls false (die Vorgabe), wird keine Shell in
den Benutzerdatensätzen für Benutzer übergeben, die in
die virtuelle Maschine eingebunden sind. Damit werden eingebundene Benutzer
die Standard-Shell der virtuellen Maschine verwenden.
•Falls true werden die durch die
Benutzerdatensätze des Hauptrechners festgelegten Shells in die
Benutzerdatensätze aller in die virtuelle Maschine eingebundenen
Benutzer aufgenommen.
•Falls ein absoluter Pfad übergeben wird,
wird dieser Pfad als Shell für Benutzerdatensätze aller in die
virtuelle Maschine eingebundenen Benutzer gesetzt.
Hinweis: Dies prüft nicht, ob die angegebenen Shells in der
virtuellen Maschine existieren.
Diese Aktion wird nur in Kombination mit --bind-user=
unterstützt.
Hinzugefügt in Version 259.
--bind-user-group=NAME
Bei der Verwendung mit
--bind-user= wird die
angegebene Gruppe als eine Hilfsgruppe in den Benutzerdatensatz des in die
virtuelle Maschine eingebundenen Benutzers aufgenommen. Akzeptiert einen
Gruppennamen.
Hinweis: Dies prüft nicht, ob die angegebenen Gruppen in
der virtuellen Maschine existieren.
Diese Aktion wird nur in Kombination mit --bind-user=
unterstützt.
Hinzugefügt in Version 259.
Integrationsoptionen¶
--forward-journal=DATEI|VERZ
Leitet das Journal der virtuellen Maschine an die
Hauptmaschine weiter. Derzeit wird
systemd-journal-remote(8) verwandt,
um die weitergeleiteten Journal-Einträge des Gasts zu empfangen. Diese
Option bestimmt, wo das Journal auf der Hauptmaschine empfangen wird und sie
hat die gleiche Semantik wie sie für
-o/
--output in
systemd-journal-remote(8) beschrieben ist.
Hinzugefügt in Version 256.
--pass-ssh-key=LOGISCH
Standardmäßig wird ein SSH-Schlüssel
erstellt, um es
systemd-vmspawn zu erlauben, eine D-Bus-Verbindung zu
dem Systemd-Bus der VM aufzubauen. Durch Setzen auf »no« wird
die SSH-Schlüsselerstellung deaktiviert.
Die erstellten Schlüssel sind kurzlebig. Das bedeutet, dass
sie nur für den aktuellen Aufruf von systemd-vmspawn
gültig sind und typischerweise nicht dauerhaft bestehen.
Hinzugefügt in Version 256.
--ssh-key-type=TYP
Konfiguriert die Art der zu erstellenden
SSH-Schlüssel, siehe
ssh-keygen(1) für weitere
Informationen.
Standardmäßig werden
»ed25519«-Schlüssel erstellt, allerdings könnten
»rsa«-Schlüssel auch nützlich sein, falls die VM
eine bessonders alte Version von sshd(8) verwendet.
Hinzugefügt in Version 256.
Ein-/Ausgabe-Optionen¶
--console=MODUS
Konfiguriert, wie die Konsole der VM eingerichtet werden
soll. Akzeptiert entweder »interactive«,
»read-only«, »native« oder »gui«.
Standardmäßig »interactive«.
»interactive« stellt eine interaktive Terminalschnittstelle zu
der VM bereit. »read-only« ist ähnlich, aber streng
schreibgeschützt, d.h. sie akzeptiert keinerlei Eingabe vom Benutzer.
»native« stellt auch eine TTY-basierte Schnittstelle bereit,
verwendet aber die native Implementierung von Qemu (was bedeutet, dass der
Qemu-Monitor verfügbar ist). »gui« zeigt die graphische
Oberfläche von Qemu.
Hinzugefügt in Version 256.
--background=FARBE
Ändert die Terminal-Hintergrundfarbe auf die
angegebene ANSI-Farbe, solange die VM läuft. Die angegebene Farbe
sollte eine ANSI-X3.64-SGR-Hintergrundfarbe sein, d.h. Zeichenketten wie
»40«, »41«, …, »47«,
»48;2;…«, »48;5;…«. Siehe
ANSI-Maskier-Code (Wikipedia)[2] zu Details. Weisen Sie eine leere
Zeichenkette zu, um jegliche Einfärbung zu deaktivieren. Dies hat nur
in den Modi
--console=interactive und
--console=read-only
Auswirkungen.
Hinzugefügt in Version 256.
Zugangsdaten¶
--load-credential=KENNUNG:PFAD,
--set-credential=KENNUNG:WERT
Gibt ein Zugangsdatum an die virtuelle Maschine. Diese
zwei Optionen entsprechend den Einstellungen
LoadCredential= und
SetCredential= in Unit-Dateien. Siehe
systemd.exec(5) zu Details
über diese Konzepte, sowie die Syntax der Argumente der Optionen.
Um Binärdaten in die Zugangsdaten für
--set-credential= einzubetten, verwenden Sie C-artige Maskierung
(d.h. »\n« für einen eingebetteten Zeilenumbruch oder
»\x00«, um ein Nullbyte (NUL) einzubetten). Beachten
Sie, dass die aufrufende Shell die Maskierungen bereits einmal entfernt
haben könnte, daher könnte eine doppelte Maskierung notwendig
sein!
Hinzugefügt in Version 255.
Andere¶
--no-pager
Leitet die Ausgabe nicht an ein Textanzeigeprogramm
weiter.
-h, --help
Zeigt einen kurzen Hilfetext an und beendet das
Programm.
--version
Zeigt eine kurze Versionszeichenkette an und beendet das
Programm.
--no-ask-password
Befragt den Benutzer nicht für Authentifizierung
für privilegierte Aktionen.
UMGEBUNGSVARIABLEN¶
$SYSTEMD_LOG_LEVEL
Die maximale Protokollierstufe für ausgegebene
Meldungen (Meldungen mit einer höheren Protokollierstufe, d.h. weniger
wichtige, werden unterdrückt). Akzeptiert eine Kommata-getrennte Liste
von Werten. Ein Wert kann einer der folgenden sein (in Reihenfolge
absteigender Bedeutung):
emerg,
alert,
crit,
err,
warning,
notice,
info,
debug oder eine Ganzzahl im
Bereich 0…7. Siehe
syslog(3) für weitere Informationen.
Jedem Wert kann optional eine Zeichenkette aus
console,
syslog,
kmsg oder
journal gefolgt von einem Doppelpunkt vorangestellt
werden, um die maximale Protokollierstufe für dieses spezielle
Protokollierziel zu setzen (d.h.
SYSTEMD_LOG_LEVEL=debug,console:info
legt fest, dass auf der Stufe »debug« protokolliert werden soll,
außer beim Protokollieren auf die Konsole, die auf Stufe
»info« erfolgen soll). Beachten Sie, dass die globale maximale
Protokollierstufe Priorität gegenüber jeder zielbezogenen
maximalen Protokollierstufe hat.
$SYSTEMD_LOG_COLOR
Ein logischer Wert. Falls true, werden auf das TTY
geschriebene Nachrichten gemäß ihrer Priorität
eingefärbt.
Diese Einstellung ist nur nützlich, falls die Nachrichten
direkt auf das Terminal geschrieben werden, da journalctl(1) und
andere Werkzeuge, die Protokolle anzeigen, selbständig Nachrichten
gemäß ihrer Protokollierungsstufe einfärben.
$SYSTEMD_LOG_TIME
Ein logischer Wert. Falls true, wird den
Protokollnachrichten der Konsole ein Zeitstempel vorangestellt.
Diese Einstellung ist nur nützlich, falls die Nachrichten
direkt auf das Terminal oder in eine Datei geschrieben werden, da
journalctl(1) und andere Werkzeuge, die Protokolle anzeigen,
selbständig Zeitstempel basierend auf ihren Metadaten den Nachrichten
anhängen.
$SYSTEMD_LOG_LOCATION
Ein logischer Wert. Falls true, wird den
Protokollnachrichten ein Dateiname und eine Zeilenummer in dem Quellcode, aus
dem die Nachrichten stammen, vorangestellt.
Beachten Sie, dass der Protokollierort sowieso oft als Metadaten
zu den Journal-Einträgen angehängt ist. Die Aufnahme in den
Nachrichtentext kann bei der Fehlersuche in Programmen dennoch praktisch
sein.
$SYSTEMD_LOG_TID
Ein logischer Wert. Falls true, wird den Nachrichten die
aktuelle numerische Thread-Kennung (TID) vorangestellt.
Beachten Sie, dass diese Informationen sowieso als Metadaten an
Journal-Einträge angehängt wird. Die Aufnahme direkt im
Nachrichtentext kann aber trotzdem bei der Fehlersuche in Programmen
praktisch sein.
$SYSTEMD_LOG_TARGET
Das Ziel für Protokolliernachrichten. Entweder
console (auf das angehängte TTY protokollieren),
console-prefixed (auf das angehängte TTY protokollieren, aber
die Protokollierstufe und »Einrichtung« voranstellen, siehe
syslog(3)),
kmsg (in den zirkulären
Kernel-Protokollpuffer protokollieren),
journal (in das Journal
protokollieren),
journal-or-kmsg (in das Journal protokollieren, falls
verfügbar, und andernfalls nach Kmsg),
auto (das geeignete
Protokollierziel automatisch ermitteln, die Vorgabe) oder
null (die
Protokollierung deaktivieren).
$SYSTEMD_LOG_RATELIMIT_KMSG
Ob Kmsg ratenlimitiert werden soll oder nicht. Akzeptiert
einen logischen Wert. Standardmäßig »true«. Falls
deaktiviert, wird Systemd die nach Kmsg geschriebenen Meldungen nicht
ratenlimitieren.
$SYSTEMD_PAGER, $PAGER
Zu verwendendes Textanzeigeprogramm, wenn
--no-pager nicht angegeben ist. Falls gesetzt, wird
$SYSTEMD_PAGER verwandt, andernfalls
$PAGER. setzt
$PAGER
außer Kraft. Falls weder
$SYSTEMD_PAGER noch
$PAGER
gesetzt sind, wird eine Reihe wohlbekannter Implementierungen von
Textanzeigeprogrammen der Reihe nach ausprobiert, einschließlich
less(1) und
more(1), bis eines gefunden wird. Falls keine
Implementierung eines Textanzeigeprogramms gefunden wird, wird keines
aufgerufen. Setzen dieser Umgebungsvariablen auf die leere Zeichenkette oder
den Wert »cat« ist äquivalent zur Übergabe von
--no-pager.
Beachten Sie: Falls $SYSTEMD_PAGERSECURE nicht gesetzt ist,
können $SYSTEMD_PAGER und $PAGER nur zum Deaktivieren
des Seitenanzeigeprogramms (mit »cat« oder »«)
verwandt werden und werden ansonsten ignoriert.
$SYSTEMD_LESS
Setzt die an
less übergebenen Optionen
(standardmäßig »FRSXMK«) außer Kraft.
Benutzer könnten insbesondere zwei Optionen ändern
wollen:
K
Diese Option weist das Textanzeigeprogramm an, sich
sofort beim Druck von Strg-C zu beenden. Um
less die Handhabung von
Strg-C selbst zum Umschalten auf die Eingabeaufforderung zu erlauben, setzen
Sie diese Option zurück.
Falls der Wert von $SYSTEMD_LESS kein »K«
enthält und less das aufgerufene Textanzeigeprogramm ist, wird
Strg+C durch das Programm ignoriert und muss durch das Textanzeigeprogramm
selbst gehandhabt werden.
X
Diese Option weist das Textanzeigeprogramm an, keine
Termcap-Initialisierungs- und -Deinitalisierungszeichenketten an das Terminal
zu senden. Dies ist standardmäßig gesetzt, damit die Darstellung
von Befehlen selbst nach dem Beenden des Textanzeigeprogramms sichtbar bleibt.
Allerdings stehen dadurch einige Funktionen des Textanzeigeprogramms nicht zur
Verfügung; insbesondere ist das Scrollen in der Ausgabe mit der Maus
nicht möglich.
Beachten Sie, dass das Setzen der regulären
Umgebungsvariablen $LESS keine Auswirkungen auf die Ausführung
von less(1) durch systemd(1)-Werkzeuge hat.
Siehe less(1) für weitere Ausführungen.
$SYSTEMD_LESSCHARSET
Setzt den an
less zu übergebenden
Zeichensatz (standardmäßig »utf-8«, falls das
aufrufende Terminal als UTF-8-kompatibel erkannt wurde) außer Kraft.
Beachten Sie, dass das Setzen der regulären
Umgebungsvariablen $LESSCHARSET keine Auswirkungen auf die
Ausführungen von less(1) durch systemd(1)-Werkzeuge
hat.
$SYSTEMD_PAGERSECURE
Typische Seitenanzeigeprogramme wie
less(1)
unterstützen nebem dem seitenweisen Anzeigen (d.h. dem Durchlaufen der
Ausgabe) das Öffnen von oder Schreiben in andere Dateien und die
Ausführung von beliebigen Shell-Befehlen. Werden Befehle mit
erhöhten Berechtigungen, beispielsweise unter
sudo(8) oder
pkexec(1), aufgerufen, wird das Seitenanzeigeprogramm zur
Sicherheitsgrenze. Es muss darauf geachtet werden, dass nur Programme mit
streng begrenzter Funktionalität als Seitenanzeigeprogramm verwandt
werden und unerwünschte interaktive Funktionalitäten wie das
Öffnen oder Erstellen von neuen Dateien oder das Starten von
Subprozessen nicht erlaubt sind. Der »Sichere Modus« für
das Seitenanzeigeprogramm kann wie nachfolgend beschrieben aktiviert werden,
falls das Seitenanzeigeprogramm dies unterstützt (die meisten
Seitenanzeigeprogramme sind nicht so geschrieben, dass sie dies
berücksichtigen). Es wird empfohlen, den »Sicheren Modus«
explizit zu aktivieren oder das Seitenanzeigeprogramm komplett mittels
--no-pager oder
PAGER=cat zu deaktivieren, wenn nicht
vertrauenswürdigen Benutzern die Ausführung von Programmen mit
erhöhten Privilegien erlaubt wird.
Diese Option akzeptiert ein logisches Argument. Ist es auf
»true« gesetzt, wird der »Sichere Modus« des
Seitenanzeigeprogramms aktiviert. Im »Sicheren Modus« wird
LESSSECURE=1 beim Aufruf des Seitenanzeigeprogramms gesetzt. Dies
weist das Seiteanzeigeprogramm an, Befehle zum Öffnen oder Erstellen
von neuen Dateien sowie das Starten von Subprozessen zu deaktivieren.
Derzeit ist nur von less(1) bekannt, dass es diese Variable versteht
und den »Sicheren Modus« implementiert.
Ist diese Variable auf »false« gesetzt, unterliegt
das Seitenanzeigeprogramm keinen Beschränkungen. Setzen auf
SYSTEMD_PAGERSECURE=0 oder das Beibehalten der Variable von der
geerbten Umgebung könnte den Benutzern die Ausführung
beliebiger Befehle erlauben.
Ist $SYSTEMD_PAGERSECURE nicht gesetzt, versuchen die
Systemd-Werkzeuge automatisch herauszufinden, ob der »Sicheren
Modus« aktiviert werden soll und ob das Seitenanzeigeprogramm dies
unterstützt. Der »Sichere Modus« wird aktiviert, falls
die effektive UID nicht mit der UID des Eigentümers der
Anmeldesitzung übereinstimmt, siehe geteuid(2) und
sd_pid_get_owner_uid(3), oder wenn die Ausführung unter
Werkzeugen wie sudo(8) oder ähnlichem erfolgt
($SUDO_UID ist gesetzt [3]). In diesen Fällen wird
SYSTEMD_PAGERSECURE=1 gesetzt und Seitenanzeigeprogramme, von denen
nicht bekannt ist, dass sie den »Sicheren Modus«
unterstützen, werden überhaupt nicht verwandt. Beachten Sie,
dass diese automatische Erkennung nur die typischsten Mechanismen zur
Erlangung von Privilegien abdeckt und dem Komfort dient. Es wird empfohlen,
explizit $SYSTEMD_PAGERSECURE zu setzen oder das
Seitenanzeigeprogramm zu deaktivieren.
Beachten Sie, dass auch $SYSTEMD_PAGERSECURE gesetzt sein
muss, damit die Variablen $SYSTEMD_PAGER oder $PAGER
(außer zum Deaktivieren des Seitenanzeigeprogramms)
berücksichtigt werden.
$SYSTEMD_COLORS
Akzeptiert ein logisches Argument oder einen besonderen
Wert. Standardmäßig (nicht gesetzt) werden
systemd und
zugehörige Hilfswerkzeuge in ihrer Ausgabe Farben verwenden, falls dies
möglich ist. Falls
$COLORTERM auf »truecolor« oder
»24bit« gesetzt ist, werden 24-bit-Farben aktiviert, ansonsten
256 Farben, außer wenn
$NO_COLOR gesetzt ist oder
$TERM
anzeigt, dass Farben deaktiviert sind.
true
Identisch zu nicht gesetzt, außer dass
$NO_COLOR ignoriert wird.
false
Die Ausgabe erfolgt monochrom.
»16«, »256«, »24bit«
Verwendet immer die 16, 256 bzw.
24-bit-ANSI-Basisfarben.
»auto-16«, »auto-256«,
»auto-24bit«
Verwendet die angegebene Menge an Farben, abhängig
von $TERM und womit die Konsole verbunden ist.
$SYSTEMD_URLIFY
Dies muss ein logischer Wert sein. Er steuert, ob
anklickbare Links für Terminal-Emulatoren, die dies
unterstützen, erstellt werden sollen. Dies kann angegeben werden, um
die Entscheidung, die systemd basierend auf $TERM und anderen
Bedingungen trifft, außer Kraft zu setzen.