GUT BEKANNTE SYSTEM-ZUGANGSBERECHTIGUNGEN¶
firstboot.keymap
Die zu setzende Tastaturzuordnung für die Konsole
(z.B. »de«). Wird von
systemd-firstboot(1) gelesen und
nur berücksichtigt, falls vorher keine Konsolen-Tastaturzuordnung
konfiguriert wurde.
Hinzugefügt in Version 252.
firstboot.hostname
Diese Zugangsberechtigung legt den statischen
System-Rechnernamen fest, der während des ersten Systemstarts gesetzt
werden soll. Der Benutzer wird nicht zur Eingabe des Rechnernamens
aufgefordert. Beachten Sie, dass dies den statischen Rechnernamen steuert,
nicht den flüchtigen Rechnernamen, und das dies nur beim ersten
Systemstart wirksam wird, anders als bei
system.hostname (siehe unten).
Wird von
systemd-firstboot(1) eingelesen und nur berücksichtigt,
falls vorher noch kein statischer Rechnername konfiguriert war.
Hinzugefügt in Version 261.
firstboot.locale, firstboot.locale-messages
Die zu setzende System-Locale (z.B.
»de_DE.UTF-8«). Wird von
systemd-firstboot(1) gelesen und
nur berücksichtigt, falls vorher keine Locale konfiguriert wurde.
firstboot.locale setzt »LANG«, während
firstboot.locale-message »LC_MESSAGES« setzt.
Hinzugefügt in Version 252.
firstboot.timezone
Die zu setzende System-Zeitzone (z.B.
»Europe/Berlin«). Wird von
systemd-firstboot(1) gelesen
und nur berücksichtigt, falls vorher keine Zeitzone konfiguriert wurde.
Hinzugefügt in Version 252.
firstboot.machine-tags
Die zu setzenden Maschinenmarkierungen. Eine
Doppelpunkt-getrennte Liste (z.B. »webserver:frontend:berlin«).
Wird von
systemd-firstboot(1) gelesen und nur berücksichtigt,
falls /etc/machine-info noch nicht vorher konfiguriert wurde. Wird in das Feld
TAGS= dieser Datei geschrieben; Details hierzu finden Sie in
machine-info(5).
Hinzugefügt in Version 261.
login.issue
Die Daten dieser Zugangsberechtigung werden nach
/etc/issue.d/50-provision.conf geschrieben, falls diese Datei noch nicht
existiert.
agetty(8) liest diese Datei und zeigt ihren Inhalt bei der
Anmeldeeingabeaufforderung von Terminal-Anmeldungen. Siehe
issue(5)
für Details.
Wird von /usr/lib/tmpfiles.d/provision.conf benutzt, siehe
tmpfiles.d(5).
Hinzugefügt in Version 252.
login.motd
Die Daten dieser Zugangsberechtigung werden nach
/etc/motd.d/50-provision.conf geschrieben, falls diese Datei noch nicht
existiert.
pam_motd(8) liest diese Datei und zeigt ihren Inhalt als
»Nachricht des Tages« während Anmeldungen auf Terminals
an. Siehe
motd(5) für Details.
Wird von /usr/lib/tmpfiles.d/provision.conf benutzt, siehe
tmpfiles.d(5).
Hinzugefügt in Version 252.
network.hosts
Die Daten dieser Zugangsberechtigung werden nach
/etc/hosts geschrieben, falls diese Datei noch nicht existiert. Siehe
hosts(5) für Details.
Wird von /usr/lib/tmpfiles.d/provision.conf benutzt, siehe
tmpfiles.d(5).
Hinzugefügt in Version 252.
network.dns, network.search_domains
network.conf.*, network.link.*,
network.netdev.*, network.network.*
Konfiguriert Netzwerkgeräte. Wird von
systemd-network-generator.service(8) gelesen. Diese
Zugangsberechtigungen sollten gültige Konfigurationsdaten für
networkd.conf(5),
systemd.link(5),
systemd.netdev(5),
systemd.network(5) enthalten. Für jede passende
Netzwerkzugangsberechtigung wird eine separate Datei erstellt. Beispiel: Der
Inhalt eine Zugangsberechtigung network.link.50-foobar wird in 50-foobar.link
kopiert.
Beachten Sie, dass die erstellten Dateien welt-lesbar sind, es
wird daher empfohlen, keine Geheimnisse in diese Zugangsberechtigungen
aufzunehmen, sondern sie mittels separaten Zugangsberechtigungen direkt an
systemd-networkd.service(8) bereitzustellen, z.B.
network.wireguard.* wie unten beschrieben.
Hinzugefügt in Version 256.
network.wireguard.*
passwd.hashed-password.root,
passwd.plaintext-password.root
Darf das Passwort (entweder im gehashten UNIX-Format oder
im Klartext) für den Benutzer »root« enthalten. Wird von
sowohl
systemd-firstboot(1) als auch
systemd-sysusers(8) gelesen
und nur berücksichtigt, falls vorher kein Passwort für den
Benutzer »root« konfiguriert wurde.
Hinzugefügt in Version 252.
passwd.shell.root
Der Pfad zum dem Shell-Programm (z.B.
»/bin/bash«) für den Benutzer »root«. Wird
von sowohl
systemd-firstboot(1) als auch
systemd-sysusers(8)
gelesen und nur berücksichtigt, falls vorher keine Shell für den
Benutzer »root« konfiguriert wurde.
Hinzugefügt in Version 252.
ssh.ephemeral-authorized_keys-all
Stellt zusätzliche öffentliche
Schlüssel bereit, die im gewohnten authorized_keys-Format angegeben
sind. Diese sind für alle Benutzer, für eingehende Verbindungen
mittels der erstellten
AF_VSOCK- und
AF_UNIX-Socket-Units.
Diese sind für das Hauptsystem (in entweder VM- oder
Container-Konfigurationen) gedacht, um ein Schlüsselpaar zu erstellen
und es in den öffentlichen Schlüssel im Gast zu integrieren,
wobei der private Schlüssel für Verbindungen zu jedem
Benutzerkonto auf dem Gast mittels Ssh ohne zusätzliche
Authentifizierung verwandt wird.
Wird von systemd-ssh-generator(8) verwandt.
Hinzugefügt in Version 256.
ssh.authorized_keys.root
Die Daten dieser Zugangsberechtigung werden nach
/root/.ssh/authorized_keys geschrieben, falls diese Datei noch nicht
existiert. Dies erlaubt das Erbringen von SSH-Zugriff für den Benutzer
»root« des Systems.
Wird von /usr/lib/tmpfiles.d/provision.conf benutzt, siehe
tmpfiles.d(5).
Hinzugefügt in Version 252.
ssh.listen
Kann zur Konfiguration von SSH-Sockets verwandt werden,
auf denen das System erreichbar sein soll. Siehe
systemd-ssh-generator(8) zu Details.
Hinzugefügt in Version 256.
sysusers.extra
Zusätzliche
sysusers.d(5)-Zeilen, die
während des Systemstarts verarbeitet werden.
Hinzugefügt in Version 252.
sysctl.extra
Zusätzliche
sysctl.d(5)-Zeilen, die
während des Systemstarts verarbeitet werden.
Hinzugefügt in Version 252.
tmpfiles.extra
Zusätzliche
tmpfiles.d(5)-Zeilen, die
während des Systemstart verarbeitet werden.
Hinzugefügt in Version 252.
fstab.extra
Zusätzliche Einhängungen, die beim
Systemstart etabliert werden sollen. Zu Details siehe
systemd-fstab-generator(8).
Hinzugefügt in Version 254.
vconsole.keymap, vconsole.keymap_toggle,
vconsole.font, vconsole.font_map,
vconsole.font_unimap
Anzuwendende Konsoleeinstellungen, siehe
systemd-vconsole-setup.service(8) für Details.
Hinzugefügt in Version 253.
getty.auto
Wird zum Steuern des Ausführungsmodus von
systemd-getty-generator verwandt, siehe
systemd-getty-generator(8) zu Details.
Hinzugefügt in Version 258.
getty.ttys.serial, getty.ttys.container
journal.forward_to_socket
Wird von
systemd-journald(8) verwandt, um zu
bestimmen, wohin bei Socket-Weiterleitungen Meldungen weitergeleitet werden
sollen, siehe
journald.conf(5) zu Details.
Hinzugefügt in Version 256.
journal.storage
vmm.notify_socket
Konfiguriert einen zu
sd_notify(3) kompatiblen
AF_VSOCK-Socket, für den der Diensteverwalter
Statusinformationen, Bereitschaftsbenachrichtigungen und Exit-Status berichten
wird. Zu Details siehe
systemd(1).
Hinzugefügt in Version 253.
shell.prompt.prefix, shell.prompt.suffix
Definiert Zeichenketten, die allen interaktiven
UNIX-Shell-Eingabeaufforderungen vorangestellt oder angehängt werden.
Zu Details siehe
pam_systemd(8).
Hinzugefügt in Version 257.
shell.welcome
Definiert eine Zeichenkette, die ausgegeben wird, wenn
sich eine interaktive UNIX-Shell initialisiert. Zu Details siehe
pam_systemd(8).
Hinzugefügt in Version 257.
system.machine_id
Akzeptiert eine 128-bit-Kennung, aus der die
Maschinenkennung initialisiert wird (falls sie noch nicht gesetzt ist). Wird
vom Diensteverwalter (PID 1) interpretiert. Zu Details siehe
systemd(1).
Hinzugefügt in Version 254.
system.hostname
Akezptiert einen (flüchtigen) Rechnernamen
für die Konfiguration im frühen Systemstart. Der in
/etc/hostname angegebene statische Rechnername hat Vorrang, falls
konfiguriert, vor dieser Einstellung. Wird vom Diensteverwalter (PID 1)
interpretiert. Zu Details siehe
systemd(1). Schauen Sie auch in
firstboot.hostname weiter oben.
Hinzugefügt in Version 254.
home.add-signing-key.*
Fügt einen neuen Signaturschlüssel
für Benutzerdatensätze zum System hinzu. Der Inhalt der
Zugangsberechtigung sollte einen Benutzer-Signaturschlüssel enthalten,
beispielsweise wie er durch
homectl get-signing-key berichtet wird. Es
können mehrere Schlüssel festgelegt werden und sie werden unter
dem Namen der Endung der Zugangsberechtigung abgelegt (die wiederum die Endung
.public tragen muss). Details finden Sie in
homectl(1).
Hinzugefügt in Version 258.
home.create.*
Erstellt einen neuen Home-Bereich für den
festgelegten Benutzer, wobei die Benutzerdatensatzdaten hereingereicht werden.
Zu Details siehe
homectl(1).
Hinzugefügt in Version 256.
home.register.*
Registriert einen bestehenden Home-Bereich für den
festgelegten Benutzer, wobei die Benutzerdatensatzdaten hereingereicht werden.
Zu Details siehe
homectl(1).
Hinzugefügt in Version 258.
cryptsetup.passphrase, cryptsetup.tpm2-pin,
cryptsetup.fido2-pin, cryptsetup.pkcs11-pin,
cryptsetup.luks2-pin
Spezifiziert die Passhprasen/PINs, die zum Entsperren von
verschlüsselten Speicherdatenträgern verwandt werden. Zu Details
sieh
systemd-cryptsetup(8).
Hinzugefügt in Version 256.
systemd.extra-unit.*, systemd.unit-dropin.*
Diese Zugangsberechtigungen spezifizieren
zusätzliche Units und Ergänzungen, die zu dem System
hinzugefügt werden sollen. Zu Details siehe
systemd-debug-generator(8).
Hinzugefügt in Version 256.
udev.conf.*, udev.rules.*
Konfiguriert die Udev-Konfigurationsdateien und -Regeln.
Wird von systemd-udev-load-credentials.service gelesen, das
udevadm control
--load-credentials aufruft. Diese Zugangsberechtigungen werden direkt in
eine übereinstimmende
udev.conf(5)- oder
udev(7)-Regeldatei übersetzt. Beispiel: Der Inhalt einer
Zugangsberechtigungs-udev.conf.50-foobar wird in die Datei
/run/udev/udev.conf.d/50-foobar.conf kopiert und udev.rules.50-foobar wird in
eine Datei /run/udev/rules.d/50-foobar.rules kopiert. Siehe
udev(7),
udev.conf(5) und
udevadm(8) zu Details.
Hinzugefügt in Version 256.
import.pull
Festgelegte Plattenabbilder (Tarbälle und DDIs),
die beim Systemstart automatisch heruntergeladen und installiert werden. Zu
Details siehe
systemd-import-generator(8).
Hinzugefügt in Version 257.
userdb.user.*, userdb.group.*,
userdb.transient.user.*, userdb.transient.group.*
Konfiguriert JSON-Benutzer- und
-Gruppen-Datensätze. Wird von systemd-userdb-load-credentials.service
gelesen, das
userdbctl load-credentials aufruft. Diese
Zugangsberechtigungen werden direkt in übereinstimmende
JSON-Benutzer-[2] und
JSON-Gruppen-[3]Datensätze
übersetzt. Beispiel: Der Inhalt einer
Zugangsberechtigungs-userdb.user.foobar wird in eine Datei
/etc/userdb/foobar.user kopiert und userdb.group.foobar wird in eine Datei
/etc/userdb/foobar.group kopiert. Symlinks für die uid/gid werden
ebenfalls in /etc/userdb/ erstellt sowie die entsprechenden Dateien
.membership. In
systemd-userdbd.service(7),
nss-systemd(8) und
userdbctl(1) finden Sie weitere Details.
Alle übergebenen Benutzerdatensätze müssen
die Felder uid und gid enthalten. Alle übergebenen
Gruppendatensätze müssen ein Feld gid enthalten. Sowohl bei
Benutzer- als auch Gruppendatensätzen muss die Endung der
Zugangsberechtigung (für »userdb.user.foobar« ist die
Endung »foobar«) auf das Benutzer- oder Gruppennamenfeld aus
dem Benutzer- oder Gruppendatensatz passen.
Beachten Sie, dass für die Zugangsberechtigungen
userdb.user.* und userdb.group.* erstellte Datensätze
in /etc/userdb/ und die für userdb.transient.user.* und
userdb.transient.group.* erstellten Datensätze in /run/userdb/
erstellt werden (/etc/passwd und /etc/group werden nicht
verändert).
Hinzugefügt in Version 258.
fsck.*
Wird von
systemd-fsck@.service,
systemd-fsck-root.service und
systemd-fsck-usr.service gelesen.
Weitere Details finden Sie in
systemd-fsck@.service(8).
Hinzugefügt in Version 258.
quotacheck.*
Wird von systemd-quotacheck@.service und
systemd-quotacheck-root.service gelesen. Weitere Details finden Sie in
systemd-quotacheck(8).
Hinzugefügt in Version 258.
imds.*
Wird von
systemd-imdsd@.service(8) gelesen.
Hinzugefügt in Version 261.